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Mein letzter Weg

Wenn ich gerufen werde, so muss ich gehen,
auch wenn ich so gerne noch bleiben möchte.
Wenn meine Zeit auf Erden vorbei ist und
ich fort muss, dann gebt mich frei und
lasst mich meinen letzten Weg gehen.

Diesen Weg, den jeder Mensch einmal gehen muss,
jeder für sich und jeder alleine!
Ich hoffe, dass ich mein Leben dann so gelebt habe,
dass ich ihn erhobenen Hauptes gehen
und am Ende des Weges gerade stehen kann!

Weint um mich wenn ihr denkt weinen zu müssen,
aber lasst euch auch Raum um zu lächeln,
immer dann wenn ihr an mich denkt.
Bewahrt die schöne Zeit die wir miteinander hatten,
wie einen kostbaren Schatz in euren Herzen.

Seid dankbar für die schönen Erinnerungen,
die euch für immer bleiben werden.
Erinnert euch gerne was für ein Mensch ich war
und was ich für euch und ihr für mich ward.
Denn auch ich werde die Erinnerung an euch mit
hinüber nehmen und davon zehren
bis auch ihr auf dem Weg geht und
ich euch wieder sehe.

Meine Liebe bleibt bei euch zurück,
denn das ist das was wirklich zählt und bleibt.
Und eure Liebe wird mich begleiten
auf dem Weg den ich nun gehen muss.
Denn es ist nun Zeit, es ist meine Zeit zu gehen!
Es ist nur eine kurze Zeit der Trennung.
Darum weint nicht, mir geht es nun gut!
Alle Schmerzen, alle Kränkungen, alle Demütigungen,
die ich einmal erlitten habe, sind hinweg genommen
und vergessen ,als seien sie nie gewesen.

Ich bin nicht weit weg, ich bin euch immer nah.
Wenn ihr mich ruft ,werde ich euch hören
und bei euch sein, auch wenn ihr mich
nicht sehen oder berühren könnt.

Wenn ihr mich sucht, dann sucht mich in euren Herzen,
Denn dort bin ich noch und dort werde ich immer bleiben!

© Ute Bund

Die Trauer hört niemals auf, sie wird ein Teil unseres Lebens.
Sie verändert sich und wir ändern uns mit ihr.

Was weinst du, mitleidvolles Herz?
Schau von dem Grabe himmelwärts.
Dort glänzt schon nach Schmerz und Not
des besseren Lebens Morgenrot.

Glücklich sind wir zwei gegangen,
immer gleichen Schritt's.
Was vom Schicksal du empfangen,
ich empfing es mit.

Ach, das war ein sich'res Wandern,
auch wenn es sturmgetost,
einer war die Kraft des anderen,
einer des anderen Trost.

Und nun kann ich's nicht verstehen und mir wird so bang.
Jeder muss alleine gehen seinen schwersten Gang.

Herüber zog eine schwarze Nacht.
Die Föhren rauschten im Sturme;
Es hat das Wetter wild zerkracht
die Kirche mit ihrem Turme.

Zerschmettert das Kreuz; zerdrückt den Altar;
Zermalmt das Gebein in den Särgen -
Die gotischen Bögen wälzen sich
donnernd hinab von den Bergen.

Zum Dorfe stürzt sich Turm und Chor
als wie zu einem Grabe -
Da fährt entsetzt vom Lager empor
und spricht zur Mutter der Knabe:
"Ach Mutter, mir träumte ein Traum so schwer.
Das hat den Schlaf mir verdorben.
Ach Mutter, mir träumte, soeben wäre
der liebe Herr Gott gestorben."


Georg Herwegh

Trauergedicht - Tapferkeit
von Jürgen-Michael Bacher

Tapfer hast Du viel ertragen,
hast nie geklagt, hast nicht geweint,
Du wolltest noch so vieles sagen,
was Du gewünscht, gedacht, gemeint.

Nun hast Du Deine Ruh’ gefunden,
bist frei von Schmerzen und vom Leid,
und warst in Deinen schwersten Stunden
zur letzten Reise still bereit.

Das, was wir an Dir besessen,
was Du allen hast gegeben,
werden wir niemals vergessen,
ganz bestimmt - so lang wir leben!

Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes –
Manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben,
als man ertragen kann, dann stärkt sich indessen
leise das Schöne und berührt wieder unsere Seele.

Hugo von Hofmannsthal

Immer enger, leise, leise ziehen sich die Lebenskreise,
schwindet hin, was prahlt und prunkt,
schwindet Hoffen, Hassen, Lieben
und ist nichts in Sicht geblieben als der letzte dunkle Punkt.


Theodor Fontane

Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes –
Manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben,
als man ertragen kann, dann stärkt sich indessen
leise das Schöne und berührt wieder unsere Seele.


Hugo von Hofmannsthal

Diejenigen die gehen,
fühlen nicht den Schmerz des Abschieds.
Der Zurückbleibende leidet.


Henry Wadsworth Longfellow

Auf den Flügeln der Zeit
Fliegt die Traurigkeit dahin


Jean de la Fontaine

Mich lässt der Gedanke an das Sterben in völliger Ruhe, denn ich habe die
feste Überzeugung, dass der Geist ein Wesen ist  ganz unzerstörbarer Natur.


Johann-Wolfgang von Goethe

Wie groß ein Baum war, lässt sich erst messen wenn er gefällt ist.


indianisches Sprichwort

Schlimme Lose, dass der Himmlischen Zorn
Jeder Rose beigegeben den Dorn;
Aber schlimmer, dass die Rose verblüht,
Und noch immer sticht der Dorn im Gemüt.

Friedrich Rückert

Irgendwo blüht die Blume des Abschieds
Und streut immerfort Blütenstaub,
den wir atmen, herüber,
auch noch im kommenden Winter
atmen wir den Abschied.


Rainer-Maria Rilke

Niemand geht ganz,
ein gutes Stück Erinnerung bleibt hier -
bleibt ganz nah bei mir.


Angelika Schmid

Beweinet den, der leidet, nicht den der scheidet


Talmud

Niemand geht ganz,
ein gutes Stück Erinnerung bleibt hier -
bleibt ganz nah bei mir.


Angelika Schmid

Und meine Seele spannte,
weit ihre Flügel aus.
Flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.


Josef Freiherr von Eichendorff

Wie wohl ist einem bei Menschen,
denen die Freiheit der anderen heilig ist


Friedrich Schiller

Sie ist nun frei
Und unsere Tränen wünschen ihr Glück


Johann Wolfgang von Goethe

Behaltet mich so in Erinnerung,
wie ich in den schönsten Stunden
meines Lebens bei euch war.

Ich kann aus meinem Haus nicht auf- noch abwärts schreiten,
Dass nicht mich Kinder, zwei verlorene begleiten
Süß ist Gestorbensein, und bitter nicht ist Sterben,
doch Sterben sehen ist der Lebenslust Verderben.


Friedrich Rückert

Ob man nicht dennoch hätte Klagefrauen auftreiben müssen?
Weiber, welche weinen für Geld, und die man so bezahlen kann,
dass sie die Nacht durch heulen, wenn es still wird.
Gebräuche her! Wir haben nicht genug Gebräuche.
Alles geht und wird verredet.
So musst du kommen, tot, und hier mit mir Klagen nachholen.
Hörst du, dass ich klage?
Ich möchte meine Stimme wie ein Tuch hinwerfen
über deines Todes Scherben und zerren an ihr, bis sie in Fetzen geht,

und alles, was ich sage, müsste so zerlumpt in dieser Stimme gehen und frieren.


Rainer Maria Rilke

Den Weg, den Du vor Dir hast,
kennt keiner.
Nie ist ihn einer so gegangen,
wie Du ihn gehen wirst.
Es ist Dein Weg.

Schönheit dieser Welt vergeht,
Wie ein Wind, der niemals steht,
Wie die Blume, so kaum blüht,
Und auch schon zur Erden sieht,
Wie die Welle, die erst kommt
Und den Weg bald weiter nimmt.
Was für Urteil soll ich fällen?
Welt ist Wind, ist Blume und Wellen.


Martin Opitz

Wenn ich mich abends entkleide,
Gemach und Stück für Stück,
So tragen die müden Gedanken
Mich vorwärts oder zurück.

Ich gedenke der alten Tage,
Da zog die Mutter mich aus;
Sie legte mich still in die Wiege,
Die Winde brausten ums Haus.

Ich denke der letzten Stunde,
Da werden 's die Nachbarn tun;
Sie senken mich still in die Erde,
Dann werd ich lange ruhen.

Schließt nun der Schlaf mein Auge,
Wie träum ich oftmals das:
Es wäre eins von beidem,
Nur wüßte ich selber nicht, was.

Friedrich Hebbel

Wie dunkel sind deine Schläfen.
Und deine Hände so schwer.
Bist du schon weit von dannen,
Und hörst mich nicht mehr.

Unter dem flackernden Lichte
Bist du so traurig und alt,
Und deine Lippen sind grausam
In ewiger Starre gekrallt.

Morgen schon ist hier das Schweigen
Und vielleicht in der Luft
Noch das Rascheln von Kränzen
Und ein verwesender Duft.

Aber die Nächte werden
Leerer nun, Jahr um Jahr.
Hier wo dein Haupt lag, und leise
Immer dein Atem war.


Georg Heym

Wie oft sah ich die blassen Hände nähen,
Ein Stück für mich - wie liebevoll du sorgtest.
Ich sah zum Himmel deine Augen flehen,
Ein Wunsch für mich - wie liebevoll du sorgtest.
Und an mein Bett kamst du mit leisen Zehen,
Ein Schutz für mich - wie sorgenvoll du horchtest.
Schon längst dein Grab die Winde überwehen,
Ein Gruß für mich - wie liebevoll du sorgtest.


Detlev von Liliencron

Ich wandle einsam,
Mein Weg ist lang;
Zum Himmel schau ich
Hinauf so bang.

Kein Stern von oben
Blickt niederwärts,
Glanzlos der Himmel,
Dunkel mein Herz.

Mein Herz und der Himmel
Hat gleiche Not,
Sein Glanz ist erloschen,
Mein Lieb ist tot.


Peter Cornelius

Die Welt ist laut,
Und ich bin still!
Erloschen sind die Flammen.

Ich kann nicht mehr,
So wie ich will!
Den Rausch muss ich verdammen.

Die Welt ist laut,
Ich möcht so viel!
Doch bring ich's nicht zusammen.


Paul Scheerbart

Schlimme Lose, dass der Himmlischen Zorn
Jeder Rose beigegeben den Dorn;
Aber schlimmer, dass die Rose verblüht,
Und noch immer sticht der Dorn im Gemüt.


Friedrich Rückert

Als meine Freunde,
Die Bäume, noch blühten,
Rosen und Feuer-
Lilien glühten,
Waren die Menschen
All mir bekannt,
War mir die Erde
Lieb und verwandt.
Jetzt, wo die Freunde,
Die Bäume, gestorben,
Jetzt, wo die Lieben,
Die Blumen, verdorben,
Stehen die Menschen
Kalt auf dem Schnee,
Und was sie treiben,
Macht mir nur weh.


Justinus Kerner

Noch spür ich ihren Atem auf den Wangen:
Wie kann das sein, dass diese nahen Tage
Fort sind - für immer fort, und ganz vergangen?

Dies ist ein Ding, das keiner voll aussinnt,
Und viel zu grauenvoll, als dass man klage:
Dass alles gleitet und vorüber rinnt.

Und dass mein eignes Ich, durch nichts gehemmt,
Herüber glitt aus einem kleinen Kind
Mir wie ein Hund unheimlich stumm und fremd.

Dann: dass ich auch vor hundert Jahren war
Und meine Ahnen, die im Totenhemd,
Mit mir verwandt sind wie mein eignes Haar,
So eins mit mir als wie mein eignes Haar.


Hugo von Hofmannsthal

Wir Menschen sind Narren.
Sterbliche Eltern haben uns einst gezeugt.
Sterbliche Wesen werden uns später verscharren.
Schäbige Götter, wer seid ihr? und wo?
Warum lasset ihr uns nicht länger so
Menschlich verharren?
Was ist denn Leben?
Ein ewiges zu sich nehmen und von sich geben.
Schmach euch, ihr Götter, dass ihr so schlecht uns versorgt,
Dass ihr uns Geist und Würde und schöne Gestalt nur borgt.
Eure Schöpfung ist Plunder,
Das Werk sodomitischer Nachtung.
Ich blicke mit tiefster Verachtung
Auf euch hinunter.
Und redet mir nicht länger von Gnade und Milde!
Hier sitze ich; forme Menschen nach meinem Bilde.
Wehe euch, Göttern, wenn ihr uns drüben erweckt!
Beine streckt!


Joachim Ringelnatz

Das Leben ist
Ein Laub, das grünt und färbt geschwind.
Ein Staub, den leicht vertreibt der Wind.
Ein Schnee, der in dem Nu vergeht.
Ein See, der niemals stille steht.
Die Blum, so nach der Blüt verfällt.
Der Ruhm, auf kurze Zeit gestellt.
Ein Gras, das leichtlich wird verdrücket.
Ein Glas, das leichter wird zerstücket.
Ein Traum, der mit dem Schlaf aufhört.
Ein Schaum, den Flut und Wind verzehrt.
Ein Heu, das kurze Zeit nur bleibt.
Die Spreu, so mancher Wind vertreibt.
Ein Kauf, den man am End bereut.
Ein Lauf, der schnaufend schnell erfreut.
Ein Wasserstrom, der schnellt geschwind.
Die Wasserblase, die bald zerrinnt.


Georg Philipp Harsdörffer

Warum denn währt des Lebens Glück
Nur einen Augenblick?
Die zarteste der Freuden
Stirbt wie der Schmetterling,
Der, hangend an der Blume,
Verging, verging.

Wir ahnen, wir genießen kaum
Des Lebens kurzen Traum.
Nur im unsel'gen Leiden
Wird unser Herzeleid
In einer bangen Stunde
Zur Ewigkeit.


Johann Gottfried Herder

Du siehst, wohin du siehst nur Eitelkeit auf Erden.
Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein;
Wo jetzt noch Städte stehen, wird eine Wiese sein,
Auf der eines Schäfers Kind wird spielen mit den Herden;

Was jetzt noch prächtig blüht, soll bald zertreten werden.
Was jetzt so pocht und trotzt ist morgen Asch' und Bein,
Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein.
Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden.

Der hohen Taten Ruhm muss wie ein Traum vergehen.
Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehen?
Ach! Was ist alles dies, was wir vor köstlich achten,

Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind;
Als eine Wiesenblume, die man nicht wieder find 't.
Noch will was ewig ist kein einziger Mensch betrachten!


Andreas Gryphius

Still, seid leise,
es war ein Engel auf der Reise.
Sie wollte ganz kurz bei euch sein,
warum sie ging, weiß Gott allein.
Sie kam von Gott, dort sind sie wieder.
Sollte nicht auf unsre Erde nieder.
Ein Hauch nur bleibt von ihr zurück.
in eurem Herz ein großes Stück.
Sie wird für immer bei euch sein
vergesst sie nicht, sie war so klein.
Geht nun ein Wind an mildem Tag,
so denkt: Es war ihr Flügelschlag.
Und wenn Ihr fragt: Wo mag sie sein?
So wisst: Engel sind niemals allein.
Sie kann jetzt alle Farben sehn,
und barfuss durch die Wolken geh'n
Bestimmt lässt sie sich hin und wieder
bei anderen Engelkindern nieder.
Und wenn ihr sie auch sehr vermisst
und weint, weil sie nicht bei Euch ist,
so denkt: Im Himmel, wo es sie nun gibt
erzählt sie stolz: Ich werde geliebt!

Heute, nur heute
Bin ich so schön;
Morgen, ach morgen
Muss alles vergeh `n!

Nur diese Stunde
Bist du noch mein;
Sterben, ach sterben
Soll ich allein.


Theodor Storm

Es glänzt der Himmel über dem Dach, so blau, so stille.
Ein Baum wiegt draußen über dem Dach der Blätter Fülle.

Eine Glocke im Himmel, den du siehst, hörst sanft du klingen,
Einen Vogel auf dem Baum, den du siehst, seine Klage singen.

Mein Gott! Mein Gott! Das Leben fließt dort ohne Leiden und Härmen,
Vom Städtchen kommt mir herüber dort ein friedliches Lärmen.

Und du dort, der weint bei Tag und Nacht in schmerzlicher Klage,
O sage mir du dort, wie hast du verbracht deine jungen Tage?


Paul-Marie Verlaine

Ich sah des Sommers letzte Rose stehen,
Sie war, als ob sie bluten könne, rot;
Da sprach ich schaudernd im Vorübergehen:
So weit im Leben ist zu nah am Tod!

Es regte sich kein Hauch am heißen Tag,
Nur leise strich ein weißer Schmetterling;
Doch ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag
Bewegte, sie empfand es und verging.


Friedrich Hebbel

Egal wo ich bin, egal wo ich war,
ich sah dein Gesicht es war immer da.
Nun bist du gegangen, auf ewig fort,
- an einen schöneren, seeligen Ort.
Hörst mich da, wenn meine Seele nach dir weint,
wenn sie schmerzt und aus ganzer Kraft schreit?
Siehst du mein Herz wie es beginnt zu zerbrechen,
wie es dich vermisst und dein heiteres Lächeln?
Doch ich muss hier verbleiben,
und hoffe du wartest auf mich,
denn wir werden uns bald sehen,
- dies ist ein Versprechen an dich.

Einige Menschen haben die Gabe Engeln zu begegnen!
Andere Menschen haben die Kraft, diese Engel wieder gehen zu lassen!
Ihr seid ganz besondere Menschen:
Ihr hattet die Gabe und die Kraft und
Euer Engel bleibt für immer in Euren Herzen!

S.Schoppenhauer

Schweigend sah der Mai die bekränzte
Leichtwehende Lock' im Silberbach;
Rötlich war sein Kranz, wie des Aufgangs,
Er sah sich, und lächelte sanft.

Wütend kam ein Orkan am Gebirge her!
Die Esche, die Tanne und Eiche brach,
Und mit Felsen stürzte der Ahorn
Vom bebenden Haupt des Gebirges.

Ruhig schlummert am Bache der Mai ein,
Ließ rasen den lauten Donnersturm!
Lauscht und schlief beweht von der Blüte,
Und wachte mit Schrecken auf.

Jetzt fühlst du noch nichts von dem Elend,
Wie Grazien lacht das Leben dir.
Auf, und waffne dich mit der Weisheit!
Denn, Jüngling, die Blume verblüht!


Friedrich Gottlieb Klopstock

Dein Leben ist dahin geschieden,
durch des Todes starker Hand.
Wir werden ewig daran denken,
was gemeinsam uns verband.
In tiefer Trauer steh'n wir hier,
voll Tränen vor dein Grab
und tief im Innern denken wir,
schön war's das es Dich gab.

Tretet her, Ihr meine Lieben.
Nehmet Abschied weint nicht mehr.
Hilfe konnt ich nicht mehr finden, meine Krankheit war zu schwer.
Manchmal wollte ich verzagen, hab gedacht, ich trüg es nie.
Und ich hab es doch ertragen, aber fraget nur nicht wie.

Wem ein Geliebtes stirbt, dem ist es wie ein Traum,
Die ersten Tage kommt er zu sich selber kaum.
Wie er's ertragen soll, kann er sich selbst nicht fragen;
Und wenn er sich besinnt, so hat er's schon ertragen.


Friedrich Rückert



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