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Wohl dem Mensch, wenn er gelernt hat zu ertragen,
was er nicht ändern kann.
Und preiszugeben mit Würde, was er nicht retten kann.

Friedrich Schiller

Für Tote gibt es keinen Platz mehr auf dieser Erde.
Im Schatten unserer Tage, tanzen sie schwerelos
auf der Bühne der Erinnerung, den Tanz der Vollendung.

Tröste dich, die Stunden eilen,
und was all dich drücken mag,
auch die Schlimmste kann nicht weilen,
und es kommt ein andrer Tag.
In dem ewigen Kommen, Schwinden,
wie der Schmerz liegt auch das Glück,
und auch heitre Bilder finden
ihren Weg zu dir zurück.
Harre, hoffe. Nicht vergebens
zählest du der Stunden Schlag:
Wechsel ist das Los des Lebens,
und - es kommt ein anderer Tag.

Heinrich Theodor Fontane

Man sieht die Blumen welken
und die Blätter fallen,
aber man sieht auch Früchte reifen
und neue Knospen keimen.
Das Leben gehört den Lebendigen an,
und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.

Johann Wolfgang von Goethe

Lebe wohl! - du fühltest nicht,
was es heißt, dies Wort der Schmerzen,
mit getrostem Angesicht
sagtest du´s und leichtem Herzen.
Lebe wohl! - Ach, 1000mal
hab' ich es mir vorgesprochen
und, in nimmersatter Qual,
mir das Herz damit zerbrochen!

Eduard Mörike

Wo kann ich dich suchen,
wo kann ich dich finden, heute am Tag?
Ich weiß dich in Himmelsferne,
ich weiß dich immer noch nah.
Wo bist du hingegangen?
Fort von hier - auf leisen Sohlen.
Kein Gruß, kein Handschlag mehr und keine Umarmung.
Nur Gedanken holen dich ein, nur Gebete öffnen den Horizont
- den weiten den du durchschritten hast.

Man sagt Zeit heilt alle Wunden,
aber so ist es nicht!
Man lernt lediglich mit dem Schmerz zu leben.

Ganz traurig blick ich ins Leere,
vergieße Tränen wie Meere.
Mein Herz ist voller Risse,
weil ich dich so sehr vermisse.

Wenn du lachst, lache ich mit dir.
Wenn du weinst, weine ich mit dir.
Wenn du leidest, leide ich mit dir.
Wenn du tanzt, tanze ich mit dir.
Wenn du glücklich bist, dann bin ich glücklich mit dir.
Wenn du traurig bist, bin ich traurig.
Wenn du weggehst, gehe ich mit weg.
Als dur gestorben bist, ist auch ein Teil von mir gestorben.

Wie wenn das Leben wär nichts andres,
als das Verbrennen eines Lichts!
Verloren geht kein einzig Teilchen,
jedoch wir selber gehn ins Nichts!

Denn was wir Leib und Seele nennen,
so fest in eins gestaltet kaum,
es löst sich auf in 1000 Teilchen
und wimmelt durch den öden Raum.

Es waltet stets dasselbe Leben,
Natur geht ihren ewigen Lauf;
in 1000 neu erschaffnen Wesen,
stehn diese 1000 Teilchen auf.

Das Wesen aber ist verloren,
das nur durch diesen Bund bestand,
wenn nicht der Zufall die verstaubten
aufs Neue zu einem Sein verband.

Theodor Storm

Es ist eine Ferne, die war, von der wir kommen.
Es ist eine Ferne, die sein wird, zu der wir gehen.

Johann Wolfgang von Goethe

Gottes Milde mocht es fügen,
Liegt ein Mensch in letzten Zügen,
Stehn´ am Sterbebett die Seinen,
Dass sie müssen weinen, weinen;
Dass sie nicht vor Tränen schauen
Das unnennbar bange Grauen,
Wie der Geist verlässt die Hülle,
Letztes Zucken, tiefe Stille.
Weh dem Tränenlosen, wehe,
Der sich wagt in Sterbensnähe,
Denn ihm kann durchs ganze Leben
Jenes Grauen heimlich beben.
Doch ein Anblick tieferer Trauer,
Bänger als des Sterbens Schauer,
War es, könnt ein Aug´ es fassen,
Wie zwei Herzen sich verlassen.

Nikolaus Lenau

Es sandte mir das Schicksal tiefen Schlaf.
Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume.
Ich leb in euch, ich schaue in eure Träume,
da uns, die wir vereint, Verwandlung traf.

Ihr glaubt mich tot, doch dass die Welt ich tröste,
leb ich mit 1000 Seelen dort,
an diesem wunderbaren Ort,
im Herzen der Lieben. Nein, ich ging nicht fort.
Unsterblichkeit vom Tode mich erlöste.

Michelangelo Buonarroti

In Memoriam

Ein lieber Mensch geht von uns fort,
hinaus aus dieser lauten Welt
wandert an einen andren Ort,
wo niemals eine Träne fällt.

Dort kann er glücklich sein und leben,
ohne Schmerz und ohne Leid,
es wurde ihm ein Platz gegeben,
in des Herren Ewigkeit.

Ein Wohnstatt hat Gott ihm bereitet,
von seines Lebensbeginn an,
hat sie Tag um Tag durchschreitet,
damit er immer kommen kann.

Als sein Kind kam auf die Erde,
gab er ihm des Engels Hand.
dass ihm Schutz gegeben werde,
und als seinen Liebespfand.

In seinem Buch stand festgeschrieben,
wie lang es bringt der Erde Glück,
wir, die Menschen die es lieben,
bleiben traurig nun zurück.

Hoffnungsvoll und voller Leiden
klingt nun unser Lied dahin,
es zeigt uns zwei verschiedne Seiten,
ein Abschied und ein Neubeginn.

Sarah-Paz Inzunza (23 J) Heidelberg

Steh weinend nicht an meinem Grab,
ich lieg nicht hier in tiefem Schlaf.
Ich bin der Wind, der immer weht,
ich bin Brillantgefunkel im Schnee.

Ich bin die Sonne auf reifem Feld,
ich bin im Herbst der Regen mild.
Und wachst du auf in stiller Früh,
flattre als Vogel ich in die Höh,
zieh stumme, weite Kreise.

Nachts bin ich der weiche Sternenglanz.
Steh weinend nicht an meinem Grab,
ich lieg nicht hier, weil ich nie starb.

Wo Worte fehlen,
das Unbeschreibliche zu beschreiben,
wo die Augen versagen,
das Unabwendbare zu sehen,
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,
bleibt einzig die Gewissheit,
dass Du für immer in in unseren Herzen weiterleben wirst.

Warum blicken wir traurig ins Leere?
Warum weinen wir Tränen wie Meere?
Warum sind in unseren Herzen Risse?
Warum wohl???
Weil wir Dich vermissen!

Wo einst ein Mensch aus Fleisch und Blut
ruht jetzt nur noch Erde, Asche oder Flut.
Aber das Lachen und die Erinnerung des geliebten Menschen bleiben
und damit können wir hier auf Erden verweilen.

Heike Fischer

Wir sind uns begegnet
du hast Spuren hinterlassen
in mir
deine Handschrift, dein Zeichen
unauslöschlich
in meinem Herzen
hast du dir Raum geschaffen
für immer.

Anette Müller

Still, ganz leise,
stehe ich an Deiner Seite,
wo Worte zuviel,
kann nur noch ein Schweigen helfen.
Ich bin für Dich da.

Ich hoffe, Du dann auch einmal für mich.
Denn für jeden, kommt dieser Augenblick.
Für Dich und für mich.

Heike Fischer

Sie ist nicht mehr da,
doch werde ich ihr täglich begegnen und sie grüßen,
denn ihr Lächeln, das sie schenkte,
ihre helfenden Worte und alles,
was sie für mich getan hat,
werden mich mein Leben lang begleiten.

Jetzt bleibt uns nichts von Dir
als die Erinnerung an
Deine Augen
Dein Lächeln
Deine Hände
in den Herzen der Menschen
die Dich lieben.

Es weiss ja keiner, der's nicht erlebt
wie's ist, wenn einer die Flügel hebt
und leise, leise sich auf die Reise - die letzte macht.
Es weiss ja keiner, dem's nicht geschah
wie's ist, wenn einer nun nicht mehr da.
Wenn leer die Stätte des, den man
hätte so gern noch nah.

In Memoriam

Die letzte Strophe
deines Liedes
war verklungen
als er deinen Namen rief
in uns jedoch wird's
nie verstummen
es singt ganz leise
seelentief.

Edith Maria Bürger

Mein letzter Weg

Wenn ich gerufen werde, so muss ich gehen,
auch wenn ich so gerne noch bleiben möchte.
Wenn meine Zeit auf Erden vorbei ist und
ich fort muss, dann gebt mich frei und
lasst mich meinen letzten Weg gehen.

Diesen Weg, den jeder Mensch einmal gehen muss,
jeder für sich und jeder alleine!
Ich hoffe, dass ich mein Leben dann so gelebt habe,
dass ich ihn erhobenen Hauptes gehen
und am Ende des Weges gerade stehen kann!

Weint um mich wenn ihr denkt weinen zu müssen,
aber lasst euch auch Raum um zu lächeln,
immer dann wenn ihr an mich denkt.
Bewahrt die schöne Zeit die wir miteinander hatten,
wie einen kostbaren Schatz in euren Herzen.

Seid dankbar für die schönen Erinnerungen,
die euch für immer bleiben werden.
Erinnert euch gerne was für ein Mensch ich war
und was ich für euch und ihr für mich ward.
Denn auch ich werde die Erinnerung an euch mit
hinüber nehmen und davon zehren
bis auch ihr auf dem Weg geht und
ich euch wieder sehe.

Meine Liebe bleibt bei euch zurück,
denn das ist das was wirklich zählt und bleibt.
Und eure Liebe wird mich begleiten
auf dem Weg den ich nun gehen muss.
Denn es ist nun Zeit, es ist meine Zeit zu gehen!
Es ist nur eine kurze Zeit der Trennung.
Darum weint nicht, mir geht es nun gut!
Alle Schmerzen, alle Kränkungen, alle Demütigungen,
die ich einmal erlitten habe, sind hinweg genommen
und vergessen ,als seien sie nie gewesen.

Ich bin nicht weit weg, ich bin euch immer nah.
Wenn ihr mich ruft ,werde ich euch hören
und bei euch sein, auch wenn ihr mich
nicht sehen oder berühren könnt.

Wenn ihr mich sucht, dann sucht mich in euren Herzen,
Denn dort bin ich noch und dort werde ich immer bleiben!

Ute Bund

Die Erinnerung bleibt, man kann sie Dir nicht nehmen.
Die tröstenden Worte möchtest Du jetzt nicht hören, denn sie klingen wie fremde Chöre.
Denn sie singen Lieder in fremden Sprachen.
Dein Herz spricht im Moment eine andere Sprache.
Versuche sie nicht zu verstehen, denn sie wird auch einmal wieder gehen.
Es wird lange dauern bis sie vorüber aber dann wird es erträglicher sie zu leben.
Nimm die Sprache Deines Herzens an, denn Du sprichst sie nicht alleine.
Millionen Menschen sprechen sie irgendwann.
Du bist nicht allein.

Heike Fischer

Wie soll man dem Tod begegnen,
wenn er vor der Türe steht?
Soll man hoffen, soll man beten,
flehen, daß er weitergeht?

Ja! Er soll nur weitergehen -
denkt man und vergißt dabei,
daß nur der Tod kann es verstehen,
wenn einer sagt: Ich bin soweit.

Ist es auch schwer, ihn geh'n zu lassen,
den Menschen, der so nah uns stand,
wollen wir uns doch in Schweigen fassen:
Gott nahm ihn still an seine Hand.

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