Trauersprüche: Weltlich » weitersagen

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Trauersprüche: Weltlich|Trauersprüche: Religiös|Trauersprüche: Zitate|Trauerlyrik


Es ist schwerer eine Träne zu trösten,
als tausend zu vergießen.

Schweigt der Menschen laute Lust:
Rauscht die Erde wie in Träumen
Wunderbar mit allen Bäumen,
Was dem Herzen kaum bewußt,
Alte Zeiten, linde Trauer,
Und es schweifen leise Schauer
Wetterleuchtend durch die Brust.

Joseph Freiherr von Eichendorff

Unter der Tanzenden Reihn eine Trauernde wandelt Kassandra,
Mit dem Lorbeer Apolls kränzt sie die göttliche Stirn.
Auch die Trauer ist schön, wenn sie göttlich ist, und mit der Freude
Möge, lieblich gesellt, wandeln der heilige Ernst.

Friedrich Schiller

Der Tod ist wie ein Horizont,
dieser ist nichts anderes als die Grenze unserer Wahrnehmung.
Wenn wir um einen Menschen trauern, freuen sich andere,
ihn hinter der Grenze wieder zu sehen.

Der Tod ist wie eine Kerze, die erlischt, wenn der Tag anbricht.

In diesen schweren Stunden
besteht unser Trost oft nur darin,
liebevoll zu schweigen und
schweigend mitzuleiden.

Wer gekränkt ist, liebt zu hassen,
Und ins Unglück ist verliebt,
Wer, vom holden Glück verlassen,
Seiner Trauer sich ergibt.

Du liebst in dem Heiligtume
Deiner Treue, zart' Gemüt,
Abends noch die welke Blume,
Die am Morgen dir erblüht'.

Hermann von Lingg

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann,
ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.

Lautlos herangeschwebt,
sanft niedergelassen,
nicht einen Flügelschlag verweilt,
in den Himmel entschwunden.

Rote Wolken sind geschichtet,
Lachen mild ins Abendgolg,
Doch der Mond so blass und hold
Hat sein schmerzreich Lied gedichtet.

"Ach, dass stehs der dunkeln Trauer
Unsre Freuden Schwestern sind!
Dies im Nachhall haucht der Wind
Durch des Waldhags Espenschauer.

Karl Rudolf Tanner

Keine Tiefe war mir je zu tief,
bin in alle suchend niederstiegen.
Als ob einer Schönheit Trauer rief':
sah ich tiefstunt Perlen lockend liegen.

Wagend taucht' ich in dem Grunde ein,
bis ich hielt die schimmerndste zu eigen,
um mit ihrem wunderreinen Schein
in den höchsten Himmel aufzusteigen.

Karl Ernst Knodt

Auf Deinem Liede liegt der Wehmut Hauch,
Der uns im kühlen Herbst, wenn Baum und Strauch
Im letzten Sonnenuntergange steht,
Das Herz wie Heimweh überweht, -
Als eine Trauer ohne Ziel, als Sehnen
Voll Traum und Trost und ungeweinten Thränen.

Karl Ernst Knodt

Heilige, süße Stille schwebt über Berg und Tal;
Unter weißer Friedenshülle schläft leise das große All.
So leise, o so leise, so schweigend und so tief,
Wie unterm Leichentuche wohl manch ein Herze schlief!

Johann Meyer

Doch still und rühret nicht das Herz,
Und laßt es nur dem Kummer,
Ihr möchtet stören sonst den Schmerz
Aus seinem leisen Schlummer.

Der Traum ist hin, der Traum so süß,
Und seine Engel haben
Das Weh, das er im Herzen ließ,
In Liedern sanft begraben.

Johann Meyer

Herbstlicher Tage wechseln und Schwanken!
Fallende Blatter – Sterbegedanken!

Blühende Aster, leuchtende Sterne!
Grüßend die Brüder in himmlischer Ferne!

Johann Meyer

Und um dies Kreuz will ich die Arme legen,
Mit heißen Tränen netzen diesen Stein;
O Vaterherz, auch so noch sei du mein!
Und mein sei deiner Liebe reicher Segen!

Und wenn den Stab hinlegend, ich das Bette
Zum stillen Schlaf mir such', – an dieser Stelle
Will betend ich die Hände wieder falten.

Johann Meyer

Wo du auch weilst, weilt einer mit
Und geht mit dir von statten
Es folget dir auf Schritt und Tritt
Ein dunkles Bild, – dein Schatten.

Es mahnt dich still, wie klein die Frist,
Wie kurz dein Erdenwallen,
Wie bald du seinesgleichen bist,
Dem Schattenreich verfallen.

Johann Meyer

Wie öd' das Feld, wie still die Welt!
Der Tod hat seine Saat bestellt.
Herunter fiel's und stand nicht auf,
Das ist nun so der Zeiten Lauf;
So fall' auch ich, so fällst auch du,
So deckt auch uns der Schnee mal zu.

Johann Meyer

Das Leben ist eine Reise, –
Aber sieh, ich finde,
Eine Reise im Kreise;
Das Kind wird zum Greise
Und der Greis zum Kinde.

Johann Meyer

Ein Tropfen im Meer, –
Was will das sagen?
Sieh um dich her,
Brauchst nicht lange zu fragen;
Du bist es und ich
Und ein jeder für sich.

Johann Meyer

Zwischen heut' und morgen
Oft welche Freud'!
Oft welche Sorgen
Und welch ein Leid!

Johann Meyer

Es gab eine Zeit der Jugend

Es gab eine Zeit des Lachens

Jetzt ist die Zeit der Trauer

Angelika Schmid

Unglücklich ist der Pessimist;
Denn, wem die Erde nicht des Lebens wert,
Dem gibt sie nicht, was er begehrt,
Und so entbehrt er stets hienieden
Den Frieden.

Johann Meyer

Wenn du so recht müde bist
Und in Qual und Not, –
Wer ermißt,
Was dir wäre der Tod,
Der des Schlummers ein Bruder ist?!

Johann Meyer

Nur Mut, nur Mut, trotz allem Leid!
Wir dürfen stets zu hoffen wagen, –
Wie könnt' nach trüber Winterszeit
Ein Dornstrauch sonst wohl Rosen tragen? !

Johann Meyer

Vor einem Rätsel steh'n alle wir
Und grübeln und raten vergebens.
Auch nicht der Weiseste löst es hier,
Erst hinter des Grabes geheimer Tür
Wird gelöst uns das Rätsel des Lebens.

Johann Meyer

Schließ' jeden Tag die Rechnung ab;
Schon manchem, der der Ruhe pflegte,
Ward, eh' der Morgen kam, zum Grab
Das Bett, d'rin er sich schlafen legte.

Johann Meyer

Die Jahre verstreichen
Uns um ein kleines,
Und alle wir gleichen
Den Blättern des Haines.

Die Blätter des Haines
Verwelken, zerstieben, –
Und, um ein kleines, –
Wo sind wir geblieben?!

Johann Meyer

Wohin du dich auch verirrst,
Bis zum Kirchhof ist nicht weit, –
Und je älter du wirst,
Desto schneller fliegt die Zeit.

Johann Meyer



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