Trauersprüche: Weltlich » weitersagen
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Ich will nicht traurig sein denn eben
Sieh es ward mir mehr gegeben
in unseren gemeinsamen Zeit,
als ein langes Menschenleben einem sonst verleiht.
Angelika Schmid
Als im Garten soeben
Ich mich erging,
Und über Tod und Leben
In Gedanken hing:
Tat gar lustig daneben
Ein bunter Schmetterling
Von Blume zu Blume hinschweben.
Johann Meyer
Kummer und Trübsal sind überall,
Und Leiden läutern das Leben. –
Wie trüge der Mensch auch im andern Fall',
Was an Glück und Freud' ihm gegeben.
O, du mein Herz, nun wiege
Das Leid, das dich quält, zur Ruh'
Und still im Traume fliege
Dem Ziel der Sehnsucht zu!
Schon schläft mit leisem Dunkeln
Die große Welt in Frieden ein,
Und traut am Himmel funkeln
Die gold'nen Sternelein.
Schlaf nun, mein Lieb, in Frieden,
Mein Herzenslieb, ging heim!
Lass nichts dich bange machen
Die Engel werden wachen;
Und meine Lieb' hienieden
bringt dir viel tausend Engelein!
Sprich nur, sprich!
ich hör die Rede rinnen,
ich höre dich.
Durch das Ohr nach innen
gleitet die Welle,
Frieden trägt sie und Helle
tönend mit sich.
Ich hör die Worte rinnen -
ich will mich auf keins besinnen:
ich höre dich.
Friedrich Adler
Umsonst, umsonst. Die Sphären schweigen,
Mein Aug’ wird matt, mein Ohr wird stumpf,
Fremd schau’ ich auf der Erde Reigen,
Der sinnlos mich umdrängt und dumpf.
Wie leer die Stunden hin sich dehnen!
Du böse, Moira, meine Last;
Von meinem Denken, meinem Sehnen
Gieb in der Urne süße Rast!
Friedrich Adler





