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Beileid- bzw. Trauersprüche bekannter Persönlichkeiten

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Der Tod

Ich fürchte nicht den Tod, der mich zu nehmen kümmt;
Ich fürchte mehr den Tod, der mir die Meinen nimmt.

Friedrich von Logau (1605-1655)

Wem ein Geliebtes stirbt

Wem ein Geliebtes stirbt, dem ist es wie ein Traum,
Die ersten Tage kommt er zu sich selber kaum.
Wie er's ertragen soll, kann er sich selbst nicht fragen;
Und wenn er sich besinnt, so hat er's schon ertragen.

Friedrich Rückert (1788-1866)

Wo wird einst des Wandermüden
Letzte Ruhestätte sein?
Unter Palmen in dem Süden?
Unter Linden an dem Rhein?

Werd ich wo in einer Wüste
Eingescharrt von fremder Hand?
Oder ruh ich an der Küste
Eines Meeres in dem Sand?

Immerhin, mich wird umgeben
Gotteshimmel, dort wie hier.
Und als Totenlampen schweben
Nachts die Sterne über mir.

Heinrich Heine (1797-1856)

Ach, den Wolken gleich

Ach, den Wolken gleich treiben wir durch Geburten und Tode!
Den Pfad des Unwissens und den Pfad der Erleuchtung - wir wandeln sie träumend.
In meinem Gedächtnis haftet nur eins, auch nach dem Erwachen:
Des Regens Rauschen, dem einst des Nachts in der Hütte ich lauschte.

Dogen (1200-1253)

Der Brief, den du geschrieben,
Er macht mich gar nicht bang;
Du willst mich nicht mehr lieben,
Aber dein Brief ist lang.

Zwölf Seiten, eng und zierlich!
Ein kleines Manuskript!
Man schreibt nicht so ausführlich
Wenn man den Abschied gibt.

Heinrich Heine, 1797-1856

Die holden Lieder sind verklungen,
Kein Ton die tiefe Stille bricht,
Doch rings umher mit tausend Zungen
Zu mir der Geist des Friedens spricht.
Er spricht zu mir im Glanz der Sterne,
Im Blumenduft, im Windeswehn. –
In solchen Stunden säh‘ ich gerne
Zur Neige einst mein Leben gehn!

Emil Rittershaus

Immer wieder und wieder steigst du hernieder in der Erde wechselnden Schoß,
bis du gelernt im Licht zu lesen, dass dein Leben und Sterben eins gewesen
und alle Zeiten zeitenlos.
Bis sich die mühsame Kette der Dinge zum immer ruhenden Ringe
in dir sich reiht – in deinem Willen ist Weltenwille,
Stille ist in dir – Stille –
Und Ewigkeit.

Manfred Kyber

Wie rot und rein die Rose ruht in ihrer Blätter Schoß
und gießt ihr blühend Rosenblut ins Licht, begierdenlos -
eins mit dem Weltenwillen - also werde

die Seele auf der Wanderung dieser Erde.
So rosenrein, bis frei von aller Qual,
sie selig blutet in das Blut des Gral.

Manfred Kyber

Den Schmerz bezwinge, der um Formen trauert,
gedenke dessen, was ewig dauert.
Der Glockengießer, der sein Werk vollbringt,
zerstört die Form – und seine Glocke klingt.
So auch zerstört mit seinem Schwingenschlag
der Tod die Form, auf dass die Seele tönen mag.

Manfred Kyber

Meine Lieder und mein Gedanke leben in dir allein;
Es kann das Herz, das kranke, ohne dich nicht sein.
Doch dieser Schmerzen Fülle erträgt es länger nicht,
O, mach' es stille, stille, bevor es bricht!

Johann Meyer

Ohne dich, ohne dich die Welt so leer,
So arm das Herz ohne dich!
Ohne dich, ohne dich keine Heimat mehr
Auf der großen Erde für mich.

Johann Meyer

Als noch mit dir ich das Leben geteilt,
Gedacht nicht an Scheiden und Meiden,
Da hab' ich oft stundenlang draußen geweilt
Im Traume der seligsten Freuden.

Nun bin ich ein bleicher und finstrer Mann
Und pflück' von den Blumen nicht eine;
Sie blicken mich traurig und fragend an,
Ich schweig', – geh' weiter – und weine!

Johann Meyer

Warum o armes Herz

Warum, o armes Herz,
Willst du so tief versenken
Dich in Erinnerungsschmerz,
Und weinend nur gedenken
An Alles, was du je
Geliebet und besessen,
Kannst der Enttäuschung Weh
Denn niemals du vergessen?

Luise Büchner

Der Tod

Ach, es ist so dunkel in des Todes Kammer,
Tönt so traurig, wenn er sich bewegt
Und nun aufhebt seinen schweren Hammer
Und die Stunde schlägt.

Matthias Claudius

Erinnerung

Will die Gegenwart genung
Meinem trüben Sinn nicht lächeln,
O so komm mich anzulächeln
Beßrer Zeit Erinnerung!
Führe du, o führe mich
In der Phatansie Gefilde,
Und dem regen Geist entbilde
Eine beßre Zukunft sich.

Heinrich Christian Boie

Grabschrift

Im Schatten dieser Weide ruht
Ein armer Mensch, nicht schlimm noch gut.
Er hat gefühlt mehr als gedacht,
Hat mehr geweint als er gelacht;
Er hat geliebt und viel gelitten,
Hat schwer gekämpft und - nichts erstritten.
Nun liegt er endlich sanft gestreckt,
Wünscht nicht zu werden auferweckt.
Wollt Gott an ihm das Wunder tun,
Er bäte: Herr, o laß mich ruhn!

Marie von Ebner-Eschenbach

Lebenszweck

Hilflos in die Welt gebannt,
Selbst ein Rätsel mir,
In dem schalen Unbestand,
Ach, was soll ich hier?

- Leiden, armes Menschenkind,
Jede Erdennot,
Ringen, armes Menschenkind,
Ringen um den Tod.

Marie von Ebner-Eschenbach

Stützen

An die Stützen, die wir wanken fühlen,
klammern wir uns doppelt fest.

Marie von Ebner-Eschenbach

Träumer

Nenne dich nicht arm,
weil deine Träume nicht
in Erfüllung gegangen sind;
wirklich arm ist nur,
der nie geträumt hat.

Marie von Ebner-Eschenbach

Willkommen im Schleier der Trauer!
Willkommen im heitern Silberflor!
Rasch entfleucht der Gegenwart Freude;
Du (Erinnerung) sinnende Trösterin weilst!

Johann Gaudenz von Salis-Seewis

Laß mein Aug den Abschied sagen,
Den mein Mund nicht nehmen kann!
Schwer, wie schwer ist er zu tragen!
Und ich bin doch sonst ein Mann.

J.W. Goethe

Nebel, stiller Nebel über Meer und Land.
Totenstill die Watten, totenstill der Strand.
Trauer, leise Trauer deckt die Erde zu.
Seele, liebe Seele, schweig und träum auch du.

Christian Morgenstern



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