Trauersprüche: Zitate » weitersagen
Beileid- bzw. Trauersprüche bekannter Persönlichkeiten
Trauersprüche: Weltlich | Trauersprüche: Religiös | Trauersprüche: Zitate | Trauerlyrik
Den Schmerz bezwinge, der um Formen trauert,
gedenke dessen, was ewig dauert.
Der Glockengießer, der sein Werk vollbringt,
zerstört die Form – und seine Glocke klingt.
So auch zerstört mit seinem Schwingenschlag
der Tod die Form, auf dass die Seele tönen mag.
Manfred Kyber
Meine Lieder und mein Gedanke leben in dir allein;
Es kann das Herz, das kranke, ohne dich nicht sein.
Doch dieser Schmerzen Fülle erträgt es länger nicht,
O, mach' es stille, stille, bevor es bricht!
Johann Meyer
Ohne dich, ohne dich die Welt so leer,
So arm das Herz ohne dich!
Ohne dich, ohne dich keine Heimat mehr
Auf der großen Erde für mich.
Johann Meyer
Als noch mit dir ich das Leben geteilt,
Gedacht nicht an Scheiden und Meiden,
Da hab' ich oft stundenlang draußen geweilt
Im Traume der seligsten Freuden.
Nun bin ich ein bleicher und finstrer Mann
Und pflück' von den Blumen nicht eine;
Sie blicken mich traurig und fragend an,
Ich schweig', – geh' weiter – und weine!
Johann Meyer
Warum o armes Herz
Warum, o armes Herz,
Willst du so tief versenken
Dich in Erinnerungsschmerz,
Und weinend nur gedenken
An Alles, was du je
Geliebet und besessen,
Kannst der Enttäuschung Weh
Denn niemals du vergessen?
Luise Büchner
Der Tod
Ach, es ist so dunkel in des Todes Kammer,
Tönt so traurig, wenn er sich bewegt
Und nun aufhebt seinen schweren Hammer
Und die Stunde schlägt.
Matthias Claudius
Erinnerung
Will die Gegenwart genung
Meinem trüben Sinn nicht lächeln,
O so komm mich anzulächeln
Beßrer Zeit Erinnerung!
Führe du, o führe mich
In der Phatansie Gefilde,
Und dem regen Geist entbilde
Eine beßre Zukunft sich.
Heinrich Christian Boie
Grabschrift
Im Schatten dieser Weide ruht
Ein armer Mensch, nicht schlimm noch gut.
Er hat gefühlt mehr als gedacht,
Hat mehr geweint als er gelacht;
Er hat geliebt und viel gelitten,
Hat schwer gekämpft und - nichts erstritten.
Nun liegt er endlich sanft gestreckt,
Wünscht nicht zu werden auferweckt.
Wollt Gott an ihm das Wunder tun,
Er bäte: Herr, o laß mich ruhn!
Marie von Ebner-Eschenbach





